p

p

p

Mary A. Dee

Die Träume der Wolken

p

Ich atme tief ein und aus.

Hoch oben auf meiner Klippe.

Ich atme durch.

Und fühle.

Wie die Luft in mir Platz hat.

Sich ausbreitet.

In jeder meiner Poren.

Ich öffne meine bis dahin geschlossenen Augen.

Und lasse den Blick schweifen.

Durch die Weite.

Die mich umhüllt.

Das Meer unter mir.

Tosend und laut.

Aber nicht wild.

Nicht beängstigend.

Nur lebendig.

Die salzige Luft.

Durchströmt meine Lungen.

Und der Wind.

Umweht liebevoll meine Gestalt.

Verfängt sich in meinem roten Mantel.

Ich streiche meine herumflatternden Haare aus dem Gesicht.

Und suche den Blick der Sonne.

Die es wieder einmal geschafft hat.

Aus den Tiefen der Nacht empor zu steigen.

Kraftvoll strahlt sie gegen die Kälte an.

Und ich wärme mich in ihrem Schein.

Die über mir ziehenden Wolken.

Heute duftig und leicht.

Nur mit Träumen gefüllt.

Und ich strecke die Hand aus.

Um einen Hauch davon zu erhaschen.

Schnell wird mir klar.

Träume lassen sich nicht einfangen.

Wehmütig ziehe ich meine Hand zurück.

Und lasse mich stattdessen.

Von den Wolkenträumen.

Blinzelkurz umarmen.

 

p

p

p