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Für mich ist es voll in Ordnung, dass ich schwul bin, aber ich bin auch eher feminin – meine Stimme, meine Eigenheiten, sogar die Art, wie ich gehe. Menschen in der Gay Community haben mir gesagt, dass „ich es für alle anderen nur schwerer mache, akzeptiert zu werden“, und Menschen in meiner Schule sind super offen, doch trotzdem machen sie sich über mich lustig, weil ich „mädchenhaft“ bin. Ich bin an dem Punkt, an dem ich im Unterricht nichtmal mehr meine Hand heben möchte. Es ist für mich in Ordnung schwul zu sein, aber das ist furchtbar. Was soll ich tun?“

Frage eingereicht von Ubuntu

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Dannielle sagt:

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Hier stimmen so viele Dinge auf einmal nicht.

Erstens, die Tatsache, dass irgendwelche Menschen in der Gay Community dir sagen, dass du nicht du selbst sein sollst, weil du sie schlecht aussehen lässt? SCHEISS. DA. DRAUF. Nichts pisst mich mehr an als wenn IRGENDWER von IRGENDWOHER JEMALS sagt: “Hör auf damit, du selbst zu sein, es wirft ein schlechtes Licht auf mich” … ENTSCHULDIGE WAS? WIE WÄR’S WENN DU DICH AUF DICH KONZENTRIERST UND ICH MICH AUF MICH. Igitt.

Ich will für einen Moment auf deine Schulfreund*innen eingehen. Es ist wahrscheinlich, dass sie glauben, dass Witze über die Art, wie du dich verhältst / sprichst, dir zeigen werden, dass sie sich mit dir wohl fühlen. Wir alle machen an irgendeinem Punkt Witze, die zeigen sollen, dass für uns voll in Ordnung ist, was auch immer los ist.. Ich erinnere mich an einen Freund am College, ein schwuler Mann, und er machte immer Kommentare darüber, dass ich so „lesbisch“ sei UND ES WAR MIR SO UNANGENEHM. Ich hatte damals nicht die Möglichkeiten, etwas zu sagen, aber so wie ich jetzt bin, würde ich nur sagen: „Hör zu, ich weiß, du meinst es nicht böse, wenn du das sagst, aber es gibt mir irgendwie ein ganz seltsames Gefühl und es würde mir die Welt bedeuten, wenn du dich stattdessen über meine Liebe für Popstars oder so lustig machen könntest.“

Wenn deine Schulfreund*innen mit dir kein Problem haben, dann haben sie das auch nicht. Es klingt nicht danach, dass sie dich verletzen möchten, es klingt eher danach, dass sie versuchen, witzig zu sein und dabei versagen. ALSOOOOO… Sag einfach irgendwas, gib ihnen nicht ein ganz beschissenes Gefühl oder so, sondern lass sie es einfach nur auf eine sanfte und freundliche Weise wissen, sie werden das kapieren.

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Kristin sagt:

 

Auf diese Frage hin möchte ich alle Tische in meinem Haus umschmeißen. Ich hab nur einen Küchentisch und einen Couchtisch, also wäre es nicht ganz so dramatisch wie es sich anhört… ABER DU VERSTEHST, WORAUF ICH HINAUS WILL.

Zuallererst: Mobbing ist Mobbing ist Mobbing (ist scheiße sein ist gemein sein ist unbedacht sein ist Menschen das Gefühl geben, anders zu sein ist entscheiden, was normal ist) ist Mobbing ist Mobbing. Wenn du dort draußen bist und denkst, dass du mit jemandem nur „Spaß machst“, wenn du Dinge hervorhebst, die du als „anders“ als andere Menschen empfindest, halte einen Moment inne und reflektiere, was du da tust. Weißt du, ob die Person, mit der du Spaß machst, diese Witze überhaupt auch witzig findet? Erzählst du diese Witze vor anderen Leuten, die deinen Sarkasmus vielleicht nicht ganz verstehen? Woher kommt dein Sarkasmus überhaupt, und ist das eine Sache, die du in dieser Welt hervorheben möchtest? Das sind wichtige Dinge für uns ALLE, um darüber nachzudenken.

Zweitens: wenn du jemals zu einem Menschen gesagt hast, er solle nicht er selbst sein, sich nicht ausdrücken, oder irgendeinen Teil seiner selbst verstecken, weil du dir über deinen eigenen Ruf oder den Ruf einer Community Sorgen gemacht hast: Schäm dich. Dieser Kampf, unser Kampf, dreht sich um Akzeptanz. Das BEDEUTET NICHT die Akzeptanz von Dingen, die immer noch „normal erscheinen“; und es BEDEUTET NICHT, zu beweisen, dass „wir“ so wie „die“ sein können. Versuche nicht, deine Gleichheit zu beweisen. Sei du selbst und verlange Akzeptanz. Lass andere sie selbst sein und verlange, dass auch sie akzeptiert werden.

Drittens: Mein Rat (Sorry wegen der Schimpferei). Bezüglich anderer Menschen aus der LSBTTIQ Community, die auf dir herumhacken, würde ich dir raten, einige dieser Worte auszusprechen, die ich oben gesprochen habe. Sag ihnen, dass sie gegen sich selbst kämpfen, und dass du immer du sein wirst. Wenn sie das nicht verstehen, dann finde Menschen, die das verstehen – es gibt uns und zwar reichlich. Bezüglich deiner Mitschüler*innen denke ich, dass es gut wäre, ein paar von denen zur Seite zu nehmen denen du am meisten vertraust und ihnen erklärst, wie du dich fühlst. Bitte sie, als deine Unterstützenden zu agieren, sodass es nicht dir allein überlassen ist, es allen zu erklären. Sag es diesen wenigen, und, da du bereits auf ein gewisses Level an Akzeptanz stößt, schau, ob dieses Gespräch an Boden gewinnen und die anderen auf die Tatsache aufmerksam machen kann, dass ihre Worte schmerzhaft sind.

Ich verstehe, warum du Angst hast, deine Hand zu heben. Sei dir zumindest bewusst, dass es tausende von Menschen gibt, die das hier gerade lesen, die diese schmerzhaften Worte niemals sagen würden und die jeden Tag dafür kämpfen, dass du du selbst sein kannst, ohne diese furchtbaren Gefühle fühlen zu müssen.

<3

[ übersetzt von Anna (M) ]

Originaltext: http://everyoneisgay.com/teased-for-being-girly/

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